Samstag, 23. Oktober 2010

"Freunde"

Ich bin gerade mal meine MeinVZ-Freundesliste durchgegangen... Laut dieser besitze ich 146 "Freunde". Das klingt nun ganz toll viel und so.

Aber würde ich radikal sein wären da maximal 15Menschen. Menschen denen ich vertraue, mit denen ich Kontakt habe und vlt sowas in der Art wie eine Freundschaft pflege.

In der heutigen Zeit der Communitys und Netzwerke lassen wir doch eigentlich viel zu schnell Menschen an unserer Privathphäre teilnemhen. Kein Wunder das der Begriff Freundschaft nicht mehr so gehandhabt wird wie ich ihn kenne, mir vorstelle und mir wünsche.
Da gibt es Menschen mit denen habe ich Wochen, Monate oder sogar Jahre kein Wort oder Mail gewechselt. Und trotzdem sind sie in meiner Freundesliste. Denn interessieren tut es einen ja schon was in deren Leben abgeht. Und andersrum tut es einem ja auch weh so radikal zu sein. Damit meine ich mich. Zu sehen das eigentlich nur so wenig Menschen zu meinem Freundeskreis zählen. Aber ist das nicht eigentlich viel besser? Vlt habe ich nur wenige Freunde, dafür weiß ich aber das ich mich auf die wenigen verlassen kann.
Außerdem hat das radikal sein ja auch meist in Folge sich erklären zu müssen. Warum hast du mich gelöscht?Warum hast du die oder den gelöscht?

Eine Freundin von mir hat das mal gemacht. Alle aus ihrer Liste gelöscht mit denen sie nichts mehr zu tun hat. Weil sich eh nicht gemeldet wurde bei ihr und so. Geerntet hat sie dafür böse Zungen. Aber sie hat doch recht.Menschen mit denen man nichts mehr am Hut hat muss man doch nicht in seine Privatsphäre eindringen lassen, schließlich sind da vlt Bilder und Texte die eben nicht für die Welt bestimmt sind. Im Stillen hat sie meine Bewunderung. Ich bin leider nicht so radikal. Ist mir einfach zu unbequem mich erklären zu müssen. Stattdessen ärgere ich mich einfach immer weiter über bestimmte Fratzen in meiner Liste.

Was das angeht bin ich halt leider Schisser, oder bequem. Nein doch ehr der Schisser, weil ich Angst habe wenn ich 141 Menschen aus meiner Liste lösche was die restlichen 15dazu sagen. Und würden sie hinter mir stehen?
Und da beginnt wieder der Kreislauf. Stehen sie in der Situation nicht hinter mir...gehören sie wohl auch nicht in die Freundesliste, oder?
Tja und dann, begrenzt sich die Zahl derer nochmals. Möp.

Ich bin halt einfach genervt, denn einerseits denke ich mir, warum. Warum muss ich am Ende der Buhmann sein?
Habe ich denn ein so falsches Bild von Freundschaft und bin doch die jenige die einfach falsch denkt? Mhhh....

2 Kommentare:

Beauridge hat gesagt…

Recht hast Du und ich denke das geht vielen so.

Eine "Freundin" von mir hatte neulich eine coole Idee. Sie bei Facebook folgendes in Ihren Status geschrieben:

Wieviele von uns kennen wirklich alle auf unserer FB Freundesliste? Hier ist eine Aufgabe für Dich:Ich will, dass alle meine FB Freunde einen Kommentar zu diesem Status schreiben, wie und wo sie mich kennengelernt haben. Nachdem Du das getan hast, kopiere diesen Text und füge ihn in deinen Status ein, so dass ich dasselbe für dich tun kann

Ich finde die Idee Cool!!!

Anne hat gesagt…

ganz ehrlich?
also ich sehe das irgendwie nicht so eng.
ich bin bei studi angemeldet (facebook kapier ich nicht :D ) und da habe ich knapp 200 "freunde".
aber ich nutze diese plattform auch ehrlich gesagt nicht um intimitäten mit meinen wirklich engen freunden auszutauschen und wirklich private dinge über mich werden da auch nie veröffentlicht.
ich sehe das viel mehr als möglichkeit um in kontakt zu bleiben und um verfolgen zu können was aus den menschen geworden ist.
und um kontakt zu meinen wirklich engen freunden zu halten brauche ich weder facebook noch studi....

ich halte auch nichts davon, sein gesamtes privatleben auf diesen seiten zu veröffentlichen. wer das tut, ist doch selber schuld, oder?

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